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Schwarz-Pappel

(Populus nigra)

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15 — 30 m indigen EN
Populus nigra
Makrophanerophyt, coll. Die Laubblattstiele sind stark von der Seite her zusammengedrückt. Die 5 — 8 cm lange Laubblattspreite ist dreieckig bis rautenförmig und am Rand stets kahl. Der Stamm ist durch Seitenausschläge wulstig. Die Baumkrone ist ausgebreitet. Alte Schwarzpappeln werden maximal 300 Jahre alt (Lit). Sie sind in unseren Auen nur mehr selten anzutreffen, da sie durch Aufforstung mit der Hybridpappel ersetzt wurden, jedoch existieren noch einige uralte Exemplare. Durch die Hybridisierung mit der Hybridpappel lässt sich oft nur molekulargenetisch feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Schwarzpappel handelt. Die zerstreut bis seltene Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Populus nigra
Wülste mit Seitenaustrieb
 
Populus nigra
Anhand der Blätter kann man Schwarzpappel und Hybridpappel nicht wirklich unterscheiden.
 
Samenwatte
 
 
Früchte
31.05.2008 Pucking
 
Borke
Die tief gefurchte Borke ist bemerkenswert und bietet Platz für verschiedenste Epiphyten. Aufnahme: 05.01.2021 Pucking
 
Baumriese
Riesige Schwarzpappel im Auwald beim Weikerlsee
 
riesiger Stamm
Der Stamm dieses Baumriesen. Erst wenn man neben dem Baum steht, erfasst man seine Dimension! Aufnahmen: 05.06.2011 Augebiet um den Weikerlsee und Mitterwasser.
 
Habitus
Aufnahme: 04.04.2022 Auwald nördlich des Kraftwerkes Marchtrenk

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"415. P. nigra. L. (Schwarzpappel.)
Baum 60 — 80' Höhe erreichend, Stamm weissgrau, rissig, in den Rissen schwarz, junge Rinde der jüngeren Zweige gelbgrün, kahl, Aeste nach allen Seiten ausgebreitet, abstehend. Blätter rautenförmig oder 3eckig-eiförmig, langzugespitzt, gesägt, gleichfärbig, oberseits sattgrün glänzend, unterseits blasser, beiderseits sammt Blattstielen kahl oder in der Jugend etwas kurzhaarig, anfangs klebrig, Triebknospen kahl, klebrig, firnissglänzend, rothbraun. Kätzchen an der Spitze der Aestchen gehäuft, hangend, walzlich; Kätzchenschuppen vorne handförmig-zerschlitzt, kahl, gelb oder gelbgrün. Männliche Kätzchen anfangs kegelförmig, gekrümmt, purpurroth, später walzlich, 1 — 2" lang, gelb, nach dem Verblühen schwarz, Staubgefässe 12 — 30. Weibliche Kätzchen lineal, locker, kaum 1" lang, gelbgrün, zur Fruchtreife bis 5" verlängert, Fruchtkapseln kugelig, etwas länger gestielt, lockertraubig an die Spindel gefügt. Narben 2lappig, gelb. Das von den Triebknospen ansgeschwitzte balsamische Harz wird als Haarwuchs befördernd in Salbenform (Almbotzensalbe) angewendet.
April


In Auen, an Strassen in Nähe von Ortschaften nicht selten, aber meist vereinzelt. Ziemlich häufig in Auen der Donau, der Traun, Krems, Steyer, auf Inninseln, im ganzen Gebiete zerstreut. Um Linz zunächt auf Auen bei Plesching und hier und da gepflanzt, z. B. um Aistersheim (Keck).


NB. P. pyramidalis. Rozier. (P. dilatata Ait. — P. pannonica Kit. — P. fastigiata Poir., Pyramiden - P., italienische P.) wird als männlicher Baum an Heerstrassen in Alleen und in Gärten gepflanzt, kömmt aber wild oder verwildert im Gebiete nicht vor, und unterscheidet sich von P. nigra nur durch die pyramidenförmig - gestellten, mit dem Stamme fast parallel - aufrechten Aeste und noch mehr in die Breite gezogenen Blätter. Staubgefässe selten über 16. — Stammt aus dem Oriente.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 354), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 25.09.2026

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